Seniorenhilfe

Wenn Pflegekosten explodieren

Finanzielle Versäumnisse und wachsende Heimkosten gefährdeten den Platz der Eheleute Stendel, bis Sozialleistungen, Versicherungsleistungen und rechtliche Schritte ihre Lage absicherten.

Lächelnde ältere Frau mit Brille wird von einer anderen Person liebevoll berührt.

Die Tochter hatte ihre Eltern, die Eheleute Stendel (80 und 83 Jahre alt), in einem Pflegeheim untergebracht und kümmerte sich grundsätzlich um sie. Gleichzeitig steckte sie selbst in einer Trennung, hatte wenig Zeit und finanzielle Sorgen, da sie ein kleines Café eröffnen wollte.

Da sie es nicht schaffte, rechtzeitig die nötigen Anträge beim zuständigen Sozialamt zu stellen, entstanden Heimkostenrückstände von über 20.000 €. Die Heimleitung beantragte deshalb die Bestellung einer Betreuung, um den Heimplatz der Eheleute zu sichern.

Zunächst mussten laufende Kosten überprüft und reduziert werden: Telefonverträge auf den Namen der Tochter wurden gekündigt, ebenso ein Fitnessstudiovertrag. Ein altes, nicht abgemeldetes Auto, das noch auf die Eltern lief, verursachte zusätzliche Kosten; mit Straßenverkehrsbehörde, Polizei, Finanzamt und Kfz-Versicherung mussten Vereinbarungen zur Klärung und Beendigung der Verpflichtungen getroffen werden.

Es wurden Grundsicherungsanträge gestellt, um die Heimkosten von Frau Stendel zu decken. Aufgrund ihrer geringen Rente wurde die höhere Rente von Herrn Stendel auf ihre Heimkosten angerechnet, reichte aber nicht aus. Eine Sterbegeldversicherung wurde abgeschlossen, und nach ihrem Tod wurde für Herrn Stendel eine Witwerrente beantragt. Schließlich konnten durch die Auszahlung einer Lebensversicherung sämtliche Rückstände für beide Ehegatten beglichen werden.

Auf diese Weise konnten die Heimplätze gesichert, die finanzielle Überforderung der Familie reduziert und die Versorgung der Eheleute langfristig gewährleistet werden.

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