Suchtprobleme

Verloren in der Drogenspirale

Früher und zunehmender Drogenkonsum führte Frau Krause in Psychosen, Wohnungslosigkeit und wiederholte Klinikaufenthalte, bevor sie in einer therapeutischen Wohngemeinschaft Stabilität fand.

Junge Frau mit Kopftuch raucht eine Zigarette am Strand, unscharfer Hintergrund.

Frau Krause kam sehr früh mit Suchtmitteln in Kontakt: Mit 14 Jahren Alkohol, mit 16 Jahren Cannabis, später als Erwachsene verschiedene Pillen und synthetische Drogen. Sie wuchs in Jugendheimen auf, weil sich die Eltern nicht mehr ausreichend um sie kümmern konnten. Mit der Zeit begann sie Stimmen zu hören, entwickelte paranoide Wahnvorstellungen und war überzeugt, dass sich in ihrem Keller Hausbesetzer aufhielten.

Nach einem Suizidversuch pendelte sie zwischen geschlossenen psychiatrischen Abteilungen und kurzfristigen Unterkünften bei Bekannten. Ein stabiler Alltag war nicht möglich. Inzwischen lebte sie in einer therapeutischen Wohngemeinschaft für psychisch erkrankte Menschen, nahm keine illegalen Drogen mehr und erhielt eine Substitutionsbehandlung.

Im Verlauf der Hilfe wurden Anträge auf Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie gestellt und intensive Gespräche mit den Sozialdiensten der Kliniken geführt, um eine passende Einrichtung zu finden. Beim Sozialamt wurden Leistungen der Eingliederungshilfe beantragt, beim Sozialpsychiatrischen Dienst Steuerungs- und Unterstützungsangebote angestoßen. Darüber hinaus wurden Anträge bei Krankenkasse und Rentenversicherung auf Pflegegrad, Entzugsmaßnahmen und Hilfe bei der Verwaltung der Finanzen aufgrund eines Einwilligungsvorbehalts gestellt.

So konnte für Frau Krause eine betreute Wohnform geschaffen werden, die Sicherheit bot und ihr ermöglichte, Schritt für Schritt ein suchtfreies und stabileres Leben aufzubauen.

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