Psychisch erkrankt

Messie hinter verschlossener Tür

Trotz versteckten Vermögens lebte Frau Pethke in extrem zugemüllten Verhältnissen, bis ihre Wohnung saniert und ein würdiges Leben bis zum Lebensende ermöglicht wurde.

Ältere Frau mit Brille blickt nachdenklich nach unten, Innenaufnahme.

Frau Pethke lebte in einer kleinen Einzimmerwohnung; Küche und Toilette befanden sich im Hausflur, die Miete betrug 80,00 €. Sie war mit einem Rollator im Kiez unterwegs, kleidete sich wie eine Obdachlose und ernährte sich von Lebensmitteln aus Müllcontainern und abgelaufenen Produkten.

Das Gesundheitsamt regte wegen gravierender Hygienemängel und erheblicher Brandgefahr die Bestellung einer Betreuung an. In ihrer Wohnung hatte Frau Pethke über Jahrzehnte Fundstücke und Gegenstände bis unter die Decke gestapelt, das Wohnzimmer war faktisch nicht mehr nutzbar. Sie selbst schlief auf einer Pritsche in der Küche. Nach einem Sturz wurde sie vorübergehend in einem Pflegeheim untergebracht, äußerte jedoch den klaren Wunsch, zu Hause sterben zu wollen.

Gemeinsam mit dem Eigentümer wurde vereinbart, die Wohnung vollständig entrümpeln zu lassen und in den hinteren Teil der geräumigen Küche ein Badezimmer für 14.000,00 € einzubauen. Ein Pflegedienst und studentische Hilfskräfte wurden mit der Räumung und Grundreinigung beauftragt. So konnte Frau Pethke in ihre Wohnung zurückkehren, auch wenn sie diese in der neuen Ordnung kaum wiedererkannte.

Im Rahmen der Betreuung wurde bei der Einrichtung von Betreuungskonten bei der Bank festgestellt, dass Frau Pethke über ein Vermögen von rund einer Million Euro verfügte. Die Heimkosten konnten daher ohne staatliche Unterstützung beglichen werden. Nach ihrem Tod hat die Tochter vermutlich das Erbe ausgeschlagen. Mit dem Vermieter musste ein neuer Mietvertrag verhandelt werden, und alle organisatorischen und finanziellen Fragen rund um Pflege, Wohnsituation und Nachlass wurden professionell begleitet.

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