Krankheit und Online-Konsum
Fortschreitende Multiple Sklerose isolierte Herrn Thomson und führte zu exzessivem Online-Konsum, bis rechtliche und finanzielle Unterstützung, Pflege, Wohnung und Schuldenabbau sicherten.
Herr Thomson war ein hochrangiger Beamter im Finanzministerium, bis bei ihm 2013 Multiple Sklerose diagnostiziert wurde. Zunehmende Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit erschwerten seine Arbeit und seinen Alltag. Er verließ mit seinem Rollstuhl kaum noch seine dunkle, unordentliche Seniorenwohnung und nutzte nicht einmal mehr seine Terrasse.
Aus Mobilitätseinschränkung, Traurigkeit und Einsamkeit heraus bestellte er im Internet große Mengen an Waren, die seine Dreizimmerwohnung zunehmend füllten. Gleichzeitig häuften sich Forderungen von Versandhändlern und Gläubigern. Seine Pension reichte nicht mehr aus, um sowohl den hohen Pflegebedarf als auch die Schulden und Rückzahlungen an den Sozialdienst zu decken. Ohne eine rechtliche Betreuung hätte er Wohnung und Pflegedienst verloren und wäre verschuldet in einem Pflegeheim gelandet.
Im Rahmen der Betreuung wurde die Erbschaft seines verstorbenen Vaters neu aufgerollt. Der Notar bestätigte ihn als Alleinerben, ein Erbschein wurde ausgestellt und das Konto des Vaters aufgelöst. Mit den Mitteln konnten die Internetgläubiger befriedigt, ein Großteil der Rückstände ausgeglichen und die laufende Versorgung gesichert werden.
Als Selbstzahler wurden Beiträge für die private Krankenversicherung nachentrichtet, private Rechnungen rückwirkend bei Krankenversicherung und Beihilfestelle eingereicht und ein Pflegegrad beim medizinischen Dienst der privaten Krankenversicherung beantragt. Zudem wurde die Wohnung grundgereinigt und neu strukturiert.
So konnte für Herrn Thomson die finanzielle Situation stabilisiert, seine medizinische Versorgung gesichert und sein Wohnumfeld wieder lebenswert gestaltet werden.
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